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Änderungen des letzten Autors:


= Tastaturbelegung ändern (nicht X) =



Um die Tastaturbelegung neu zu definieren, ohne das System neustarten zu müssen, kann man den Befehl loadkeys benutzen.

Amerikanische Tastatur:

loadkeys -v /usr/lib/kbd/keymaps/i386/qwerty/us.map.gz

Deutsche Tastatur:

loadkeys -v /usr/lib/kbd/keymaps/i386/qwertz/de-latin1-nodeadkeys.map.gz

(evtl. /usr/share statt /usr/lib)

Den Unterschied zwischen qwerty und qwertz erkennt man schnell an der Reihenfolge der Tasten auf dem Keyboard. Freilich ist die Vertauschung von y und z noch der harmloseste Unterschied. Denn auch so einfache Zeichen wie Doppelpunkt oder Schrägstrich liegen in Amerika woanders...

Deutsch: qwertz

Englisch: qwerty

Wer gern von Standardtastenbelegungen abweichen möchte (z.B. weil ihm die ungenutzte 'Windows'-Taste ein Dorn im Auge ist), der muss die Datei /usr/lib/kbd/keymaps/i386/qwertz/de-latin1.kmap.gz zuerst entpacken mit

<code>

gzip -d de-latin1.kmap.gz

</code>

und dann editieren. Danach muss die Datei wieder komprimiert werden mit

<code>

gzip de-latin1.kmap.gz

</code>

Über diese Datei kann man die komplette Tastatur beliebig konfigurieren. Ist aber nicht unkompliziert!!

(In X sollte man unbedingt mit xmodmap agieren, was einfacher ist (siehe unten).)

Siehe auch:

: Linux keyboard and console HOWTO v2.13 2002-10-12

: /usr/share/doc/packages/kbd/doc/kbd.FAQ.html

Ist aber leider ziemlich veraltet!!!!!

Andries Brouwer schrieb am 24.7.2006:

: „If you want to work on this text, you are welcome.

: A lot of details are false, or at least not quite correct, today.

: X is completely independent and totally different.

: Today the keyboard is approached via the input event mechanism.

: Nobody has documented the details as far as I know.

: Your contribution is welcome!“

= Tastaturbelegung ändern (in X) =

(Siehe auch HotkeyUndDieTastaturspezialtasten.)

In X kann man mit dem Befehl xmodmap das Tastaturlayout laden, speichern und ändern.

Am besten speichert man zunächst das aktuelle:

<code>

xmodmap -pke > ~/Xmodmap.standard

</code>

Dann macht man eine Kopie:

<code>

cp ~/Xmodmap.standard ~/Xmodmap.spezial

</code>

Nun kann man diese Datei (~/Xmodmap.spezial) editieren. (Dazu unten mehr.) Das Ergebnis lädt man dann fogendermaßen:

<code>

xmodmap ~/Xmodmap.spezial

</code>

Und wenns nicht gefällt, kehrt man zum Ausgangspunkt zurück:

<code>

xmodmap ~/Xmodmap.standard

</code>

In einer Xmodmap-Datei werden die Zeichen den Tasten folgendermaßen zugewiesen: In der Xmodmap-Datei steht vor dem Gleichheitszeichen die Tastennummer (keycode - gültig für das X-System) - diese ist z.B. mit dem Programm xev ausfindig zu machen.

Nach dem Gleichheitszeichen folgen bis zu acht Spalten. In der ersten Spalte wird das Zeichen definiert, welches der Taste (mit dem jeweiligen keycode) selbst zugewiesen wird. In der zweiten Spalte dasjenige, welches beim Drücken der Taste bei gleichzeitig gedrückter Umschalttaste (die man für die Eingabe einzelner Großbuchstaben verwendet) erzeugt werden soll.

Einer Taste können auch mehr als zwei Zeichen (kleingeschrieben) bzw. Funktionen (großgeschrieben) zugewiesen werden: In der dritten bzw. fünften Spalte das, welches mit Alt Gr + Taste und in der vierten bzw. sechsten das, welches mit Alt Gr + Umschalttaste + Taste hervorgerufen wird. (Vorausgesetzt, der Taste Alt Gr ist die Funktion Mode_switch bzw. ISO_Level3_Shift zugewiesen. (Man kann natürlich auch eine andere Taste als Alt Gr zum Umschalten verwenden.) Werden diese beiden Funktionen auf verschiedene Tasten gelegt, können einer Taste bis zu sechs Zeichen zugewiesen werden!)

Manche Zeichen haben einen Namen, über den sie definiert werden können. Man kann aber auch alle Zeichen mit ihrer Nummer aus dem Unicode-System angeben. Das geschieht in der Form 0x01nmijkl, wobei nmijkl die Unicode-Zeichennummer (in hexadezimaler Darstellung) ist. (Hexadezimal heißt, dass die Basis des Positionssystems nicht 10, sondern 16 ist. Es gibt also auch 16 Ziffern – 0 bis 9 folgen noch a bis f.) (Um die unicode-Nummern von Zeichen herauszufinden bietet sich das Programm gucharmap an.)

(Bsp: Definition über den Namen: idotless - kleines i ohne Punkt, über die unicode-Nummern 0x01000327 - kombinierende Cedilla oder 0x01002011 - geschützter Bindestrich)

So kann man sich die sinnvollen Zeichen geschützter Bindestrich, geschütztes Leerzeichen, einfache und doppelte deutsche Anführungszeichen unten und oben, Bullet u.a. verfügbar machen. Man kann seine Tastatur auch für mehrere Sprachen tauglich machen. Siehe auch:

http://de.opensuse.org/SDB:Extra-Tasten_auf_der_Tastatur_benutzen

http://home.arcor.de/zscherni/heimseite/Tastaturlayout_uni.html

(Dieses Wiki kommt leider nicht mit dem auf diese Weise eingegebenen geschützten Bindestrich klar.)